
Ich finde, ein gutes Hähnchen Rezept muss vor allem unkompliziert sein und allen schmecken. Wenn es dann noch so richtig schön mediterran nach Urlaub riecht, ist der Abend eigentlich schon gerettet. Dieses Italienisches Kräuter-Hähnchen ist da genau das Richtige.
Ich mag das Rezept besonders, weil es ohne viel Schnickschnack auskommt, aber trotzdem alles hat, was man nach einem langen Tag braucht. Es ist eines dieser Gerichte, die man einfach in die Pfanne wirft und bei denen man weiß: Am Ende schmeckt es einfach rund. Egal, ob man für die Kinder kocht oder sich selbst mal was Gutes gönnen will – dieses Italienische Kräuter-Hähnchen ist einfach ehrliches Essen, das ohne großen Aufwand auf dem Tisch steht.
Italienisches Kräuter-Hähnchen mit Zucchini
Zutaten
- 3 EL Pinienkerne
- 500 g Hähnchenbrustfilet
- 3 EL Olivenöl
- 1 Stk. Zucchini
- 1 – 2 Stk. Knoblauchzehe
- 600 g Tomaten
- 8 – 10 Stk. getrocknete Tomaten
- 1 Bund Frühlingszwiebeln
- 1 EL Mehl
- 300 ml Geflügelbrühe oder Gemüsebrühe
- 200 ml Sahne
- 1 Stk. Zitrone
- 1/2 Bund Oregano frisch
- 1/2 Bund Basilikum
- Salz und Pfeffer
- Reis passt gut als Beilage ( 250 – 300 g ungekocht)
Anleitungen
Die Vorbereitung (Schnippeln)
- Optional für eine besonders feine Soße ohne Tomatenhaut: Die Tomaten kreuzweise einritzen, kurz in kochendes Wasser geben, abschrecken und die Haut abziehen. Ansonsten die Tomaten einfach waschen und in kleine Würfel schneiden.
- Hähnchenbrustfilet mit einem Küchenpapier abtupfen. Anschließend in ca. 2 – 3 cm große Stücke schneiden.
- Die Zucchini waschen, in der Länge halbieren und in Halbmonde schneiden. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Die getrocknete Tomaten in kleine Würfel schneiden. Oregano von den Stielen zupfen und klein hacken. Basilikum ebenfalls grob schneiden. Zitrone halbieren und den Saft von einer halben Zitrone auspressen.
Italienisches Kräuter-Hähnchen zubereiten
- Pinienkerne in einer großen Pfanne ohne fett goldbraun anrösten, bis sie duften. Sofort aus der Pfanne nehmen und für später beiseitelegen.
- Olivenöl in der Pfanne erhitzen und das Hähnchenfleisch bei hoher Hitze portionsweise von allen Seiten anbraten. Herausnehmen und beiseitestellen. Im verbliebenen Bratfett die Zucchini kurz andünsten. Anschließend Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Tomaten und getrocknete Tomaten dazugeben und ebenfalls alles kurz andünsten.
- Das Gemüse mit 1 EL Mehl bestäuben und kurz unter Rühren anschwitzen.
- Das Fleisch wieder in die Pfanne geben und alles vermengen. Mit Brühe ablöschen. Zitronensaft, Sahne, Oregano und Basilikum unterrühren. Die Soße bei mittlerer Hitze für ca. 5 bis 8 Minuten offen einköcheln lassen, bis sie leicht sämig wird.
- Mit Salz, Pfeffer und mit dem restlichen Zitronensaft abschmecken. Das Italienische Kräuter-Hähnchen auf Tellern anrichten und mit den gerösteten Pinienkernen bestreuen.
Notizen


Getrocknete Tomaten im Italienischen Kräuter-Hähnchen: Öl oder pur?
Normalerweise nehme ich für das Rezept immer die getrockneten Tomaten in Öl. Die sind schon weich und man kann sie direkt aus dem Glas in die Pfanne werfen. Diesmal hatte ich aber nur die ganz trocken verpackten da – und da ist die Verwendung einfach ein bisschen anders.
Diese trockenen Tomaten sind fester und bringen von Natur aus mehr Salz mit, weil sie so haltbar gemacht werden. Wenn man sie direkt mitbrät, bleiben sie im Kern oft zäh. Mein Tipp: Einfach 15 Minuten in heißes Wasser legen. So werden sie gleichmäßig weich, ein Teil des Salzes wird weggewaschen und sie lassen sich viel besser verarbeiten. Am Ende passen sie dann fast so gut wie die Variante aus dem Öl-Glas.
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Frische Tomaten: Mitdünsten oder erst zum Schluss?
Bei den frischen Tomaten hat man zwei Möglichkeiten, je nachdem, wie man die Soße am liebsten mag. In vielen Rezepten kommen sie erst ganz zum Schluss für zwei Minuten rein, damit sie ihre Form behalten und die helle Soße schön weiß bleibt.
Ich entscheide mich aber bewusst dafür, sie direkt mitzudünsten. Dadurch verkochen sie leicht und machen deine Soße viel sämiger und stückiger. Sie zerfallen fast zu einem Mus, was die Soße richtig gut bindet. Die Soße wird dadurch zwar eher orange statt hell, aber der Geschmack ist so viel intensiver. Hier musst du nur ein bisschen aufpassen: Je nach Tomatensorte geben sie unterschiedlich viel Saft ab, wodurch die Soße auch mal etwas dünner werden kann. Falls das passiert, lässt du sie einfach einen Moment länger einkochen oder hilfst mit einem Klecks Speisestärke nach. Wenn du die Optik lieber „sauber“ und hell magst, wartest du bis zum Schluss – wenn du eine richtig sämige Soße willst, gibst du sie direkt mit rein.
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