Marzipankissen aus Mürbeteig gehören zu den Plätzchen, die einfach immer gehen – nicht nur an Weihnachten. Der zarte Teig und die saftige Marzipanfüllung passen perfekt zu einer Tasse Kaffee oder Tee und machen diese Marzipanplätzchen zu einem echten Klassiker.
Ganz ehrlich: Beim ersten Backen wirken die Marzipankissen ein bisschen aufwendig. Man braucht etwas Zeit und Geduld, vor allem beim Formen. Da ich beim Backen eher zur gemütlichen Fraktion gehöre, musste ich mich am Anfang etwas gedulden. Nach ein, zwei Durchgängen läuft aber alles deutlich entspannter und fast wie von selbst.
Marzipankissen, Plätzchen nicht nur für Weihnachten
Zutaten
- 300 g Mehl
- 300 g Marzipanrohmasse
- 200 g kalte Butter
- 100 g Puderzucker
- 2 Stk Eier
- 2 EL Zitronensaft
- 8 Tropfen Bittermandelaroma
- 1 Prise Salz
- etwas Puderzucker zum dekorieren
Anleitungen
- Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und die 2 Eier trennen.
- Die kalte Butter mit Mehl, 2 Eigelbe, dem Puderzucker und einer Prise Salz mit einem Knethaken zu einem glatten Teig verrühren. Gerne zwischendurch mit den Händen kneten.
- Den Teig zu einem Rechteck, in der ca. Größe von 20×15 cm, formen und in Klarsichtfolie mindestens 2 Stunden kalt stellen. Dadurch lässt sich der Teig besser bearbeiten. Ich empfehle dir, die Zeit unbedingt einzuhalten.
- Marzipanrohmasse in kleine Stücke zupfen und zusammen mit 2 EL Zitronensaft, den Eiweißen und 8 Tropfen Bittermandelaroma in ein hohes Gefäß geben. Mit dem Handrührgerät das Ganze auf höchster Stufe zu einer cremigen Masse verrühren.
- Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank holen und quer in 4 gleich große Stücke schneiden. Dann die Teig-Streifen auf einer bemehlten Arbeitsfläche, jeweils zu ca. 3 mm dicken und ca. 8 cm breiten Streifen, ausrollen.
- Wenn es in deiner Küche zu warm ist und der Teig wieder zu weich geworden ist, lasse die Teig-Streifen noch einmal für ca. 15 Minuten kühlen. Es lässt sich dann alles viel besser verarbeiten.
- Backofen, auf 180 Grad (Ober-Unterhitze), oder Umluft 160 Grad, vorheizen.
- Die Marzipanmasse mithilfe eines Löffelrückens gleichmäßig auf die Teigstreifen verteilen und anschließend der Länge nach aufrollen. Mit einem Messer, den gerollten Teig in 2 cm breite Stücke schneiden. Es kann vorkommen, das beim Schneiden, das Marzipan etwas am Messer kleben bleibt. Etwas Abhilfe schafft hier, wenn du das Messer leicht mit Mehl bestäubst.
- Die einzelnen Stücke mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Auf der mittleren Schiene die Marzipankissen 10–14 Minuten goldgelb backen.
- Die Plätzchen vollständig abkühlen lassen und anschließend mit Puderzucker bestreuen. Am besten in Keksdosen aufbewahren.
Notizen
Mein größter Anfängerfehler ist mir direkt beim ersten Mal passiert: Ich habe den Teig einfach von der falschen Seite eingerollt. Das Ergebnis war eine riesige Schnecke statt kleiner Kissen – lecker, aber eben nicht richtig. Damit dir das nicht auch passiert, habe ich genau diesen Schritt für dich fotografiert. In der Backanleitung weiter unten siehst du ganz genau, wie der Teig eingerollt wird und die Marzipankissen ihre typische Form bekommen.
Marzipankissen, Plätzchen nicht nur für Weihnachten
Für das Ausrollen des Mürbeteigs empfehle ich Ausrollhölzer mit einer Dicke von etwa 3 mm. Damit lässt sich der Teig gleichmäßig ausrollen und die Plätzchen sehen später schön einheitlich aus.
Leider hatte ich keine Ausrollhölzer zu Hause. Stattdessen habe ich einfach ein paar Eisstiele verwendet, die dafür überraschend gut funktioniert haben. Der kleine Nachteil: Die Holzstiele sind nur etwa 2 mm dick. Meine Marzipankissen wurden dadurch am Ende etwas kleiner als üblich – geschmacklich hat das aber keinen Unterschied gemacht.
Wenn du die Marzipanmasse auf dem Mürbeteig verteilst, empfehle ich dir, zunächst ein paar Marzipankissen probeweise zu backen. Lass sie abkühlen und probiere sie anschließend. So kannst du gut einschätzen, ob dir das Verhältnis von Mürbeteig zu Marzipan zusagt. Ist die Marzipanschicht zu dünn, schmeckt man später fast nur den Teig – wobei das natürlich Geschmackssache ist, wenn du es lieber etwas weniger süß magst
Weihnachtsplätzchen für Marzipan-Liebhaber
Nach dem Backen und Auskühlen können die Marzipankissen zunächst etwas fest wirken. Bewahre sie am besten in einer Keksdose auf – so werden sie angenehm weich und schmecken am nächsten Tag sogar noch besser.
Mmh, allein beim Gedanken an die Marzipankissen bekomme ich direkt wieder Lust auf welche. Leider war die Keksdose schon längst leer. Mein Mann hat die Plätzchen anfangs mit den Worten kommentiert: „Na ja, geht so.“ Aber wie das oft so ist – nach und nach waren die Kekse doch bei ihm gelandet, bis die Dose schließlich komplett leer war. Ja, ja, so sind unsere Männer eben.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, die Marzipankissen nicht noch einmal zu Backen. Denn ein kleines bisschen Arbeit hast du mit diesen Weihnachtsplätzchen. Wie du vielleicht weißt, bin ich ein Backmuffel und koche lieber als backen. Uns schmecken die aber so gut, da musste ich sie dieses Jahr einfach wieder backen. Und weil ich gerade dabei war, habe ich für dich auch gleich neue Bilder geknipst und sie noch leckerer aussehen zu lassen.
Dieses Jahr habe ich auch an der Zubereitung etwas anders gemacht. Das Marzipan sollte ursprünglich vor der Verarbeitung geraspelt werden. Bei mir hat es allerdings ausgereicht, wenn ich es einfach in kleine Stücke gerupft habe. So war ich viel schneller fertig und hatte zudem auch weniger Sauerei.
Außerdem habe ich für uns diesmal eine ordentliche Ladung Marzipancreme auf den Mürbeteig gegeben. Ganz ehrlich! Wir konnten nicht aufhören zu essen. Obwohl ich in einer Box einen Zettel hinein gelegen habe mit der Aufschrift: „Finger weg!“ war die halbe Dose am Abend leer.
Und nun viel Spaß beim nachbacken.
Liebe Grüße, Claudi
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Dieses tolle Rezept habe ich übrigens bei Malteskitchen entdeckt. Vielen Dank Malte!





Es ist ein sehr leckeres Rezept ,mein Mann und unser Sohn können nicht genug davon bekommen, muss immer sehr viele davon backen.
Vielen Dank. :) Wir mögen sie auch total gerne. Wenn die Arbeit noch weniger wäre, würde ich sie regelmäßig backen. :)
Hallo,wir haben die Plätzchen gebacken.
Sind wunderbar geworden.
Sylvia
Das freut mich zu hören, liebe Sylvia. :)
Hallo Claudi,
Ich backe deine marzipankissen schon seit 3 Jahren immer zu Weihnachten und muss teilweise mehrere Portionen machen, da sie extrem beliebt sind:-).
Danke für das tolle Rezept:-):-):-)
Ach wie schön zu lesen! Bei diesen Plätzchen macht das auf jeden Fall Sinn, gleich etwas mehr zu machen. :) Vor allem, da der Aufwand etwas höher ist, als bei normalen Weihnachtsplätzchen.
Vielen Dank für dein tolles Feedback.
Hallo Claudi, ich werde mich heute daran versuchen, bzw. mache nachher erst einmal den Teig, da wir noch Besuch bekommen und der Teig ja 2 Std. ruhen muss. Bin sehr gespannt ob sie mir gelingen… Danke schonmal für das tolle Rezept :0)
Das ist toll, da bin ich selbst schon ganz gespannt. :) Gutes Gelingen!
Hallo Claudi. Danke. Ich glaube sie sind ganz gut geworden. Nicht so schön gleichmäßig und schön wie deine, aber schmecken tun sie bestimmt. Probiere sie morgen nochmal :0) Viele Grüße, Yvonne
Wie schön! Bevor du sie neu machst, probiere unbedingt vorher deine Plätzchen aus, ob dir die Menge an Marzipan die du drauf gemacht hast ausreicht.:) Ich hatte bei mir das erste mal zu wenig – und wie lieben Marzipan :)
Hallo Claudi, ich hab die Kissen am nächsten Tag probiert uns sie sind wirklich super. Ich hab ausreichend Marzipanmasse auf den Teig und man schmeckt es sehr gut raus. Manchmal ist es gut, wenn man die Kommentare vorher liest um Fehler zu vermeiden. Liebe Grüße und danke nochmal für das tolle Rezept. Meine Mama hat sich schon ein paar Kissen reserviert ;0)
Einfach perfekt! Lieben Dank für das Rezept und die hilfreichen Fotos und Erklärungen im Text :)
Gerne :) Die Fotos mussten einfach sein, da diese Weihnachtsplätzchen doch etwas aufwendiger sind. Freut mich, dass sie dir beim Backen helfen.